Stuttgart 18.06.2026

Stuttgart – Gemeinsam mit zahlreichen Pflegeeinrichtungen, Sozialstationen und Verbänden aus ganz Baden-Württemberg beteiligte sich die Diakoniestation Herrenberg an der Kundgebung gegen die geplante Pflegereform in Stuttgart.
Bei der Demonstration und dem Autokorso mit rund 200 Fahrzeugen machten Pflegekräfte, Träger und Unterstützer auf die möglichen Folgen der Reform für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegeeinrichtungen aufmerksam.
Die Diakoniestation Herrenberg wurde durch Geschäftsführer Thomas Grüninger, Pflegedienstleitung Claudine Weidinger sowie die stellvertretende Pflegedienstleitung Selina Kapp vertreten.
Im Rahmen der Kundgebung beleuchteten verschiedene Rednerinnen und Redner die Auswirkungen der geplanten Reform aus unterschiedlichen Perspektiven. Prof. Dr. Kornelius Knapp stellte gemeinsam mit weiteren Sprecherinnen und Sprechern die Sichtweisen der Träger, der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der pflegenden Angehörigen sowie der Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt. Dabei wurde deutlich, wie eng die Interessen aller Beteiligten miteinander verbunden sind und welche Bedeutung eine verlässliche Pflegeversorgung für unsere Gesellschaft hat.
Die teilnehmenden Einrichtungen äußerten ihre Sorge, dass wichtige Unterstützungs- und Entlastungsangebote für Pflegebedürftige und deren Angehörige eingeschränkt werden könnten. Gleichzeitig wurde auf die wirtschaftlichen Herausforderungen aufmerksam gemacht, vor denen viele ambulante Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen bereits heute stehen.
Auf die Frage, wie sie die Situation in der ambulanten Pflege einschätzt, sollte die Reform in ihrer derzeitigen Form umgesetzt werden, erklärte Pflegedienstleitung Claudine Weidinger:
„Wenn die Reform in dieser Form umgesetzt wird, wird gute und qualitativ hochwertige Pflege durch Fachpersonal deutlich seltener stattfinden. Die Versorgungslücken werden auf dem Rücken der Angehörigen ausgetragen. Das wird die Gesundheitsversorgung verschlechtern und letztlich die Lebenserwartung vieler pflegebedürftiger Menschen senken.“
Unter dem Motto „Pflege geht uns alle an“ forderten die Demonstrierenden die Politik auf, gemeinsam mit den Betroffenen tragfähige Lösungen für die Zukunft der Pflege zu entwickeln.
Für die Diakoniestation Herrenberg steht dabei die Sicherstellung einer wohnortnahen und qualitativ hochwertigen Versorgung der Menschen in Herrenberg und der Region im Mittelpunkt. Mit ihrer Teilnahme an der Kundgebung setzte sie ein klares Zeichen für eine starke, menschenwürdige und zukunftssichere Pflege.
(Text und Fotos von Selina Kapp)






